Vom Keller bis zum Dachgeschoss: Auf Entdeckungstour im Stadtschloss

 

Führungen zum Tag des offenen Denkmals 
am 13. September 2026


Am 13. September 2026 lädt der bundesweite Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ zu einer Entdeckungsreise durch die Geschichte ein. Die offizielle Eröffnung findet in diesem Jahr in der UNESCO Welterbestadt Bamberg statt. Bundesweit öffnen an diesem Sonntag historische Gebäude, Brücken und technische Anlagen ihre Türen und geben Einblicke in ihre Geschichte und Bedeutung. 

Stadtschloss_Stadt Lichtenfels_Dressel Claudia_1Stadt Lichtenfels, Dressel Claudia
Das Stadtschloss Lichtenfels

Auch die Stadt Lichtenfels beteiligt sich am Aktionstag und lädt zu einer besonderen Entdeckungstour durch das Stadtschloss ein. Gemeinsam mit Stadtarchivarin Christine Wittenbauer können Interessierte das historische Gebäude vom Keller bis ins Dachgeschoss erkunden und dabei mehr über seine wechselvolle Geschichte erfahren.

Das Lichtenfelser Stadtschloss thront in exponierter Lage über den Dächern der Altstadt. Erbaut wurde es 1555 von Caspar von Sternberg gegen den Widerstand der Lichtenfelser Bevölkerung. In den vergangenen Jahrhunderten diente das Gebäude unterschiedlichen Zwecken und wechselnden Besitzern: als Adelssitz und fürstbischöfliches Absteigequartier, Getreidespeicher, Lager eines Weinhändlers, Trockenraum für Kräuter und zuletzt als Materiallager einer Korbwaren-Gesellschaft. Heute beherbergt das Stadtschloss die Städtischen Sammlungen und wird zudem für kulturelle Veranstaltungen sowie als Hochzeits- und Eventlocation genutzt. 

Zum Tag des offenen Denkmals bietet Stadtarchivarin Christine Wittenbauer zwei Führungen durch das Stadtschloss an. Beginn ist um 14 Uhr und um 16 Uhr. Treffpunkt ist jeweils das Foyer des Stadtschlosses. Die Führungen sowie der Zugang zu den Städtischen Sammlungen sind an diesem Tag kostenfrei

Bestandteil der Führung ist auch der gegenüberliegende Rote Turm. Lichtenfels war einst von einer Ringmauer mit vier Toren, fünf Wehrtürmen und einem Wehrgang sowie einem Graben umgeben. Im Bereich des Stadtschlosses hat sich ein kleiner Rest dieser historischen Befestigungsanlage mit einem der ehemaligen Wehrtürme, dem Roten Turm, erhalten. Der im 14. Jahrhundert errichtete Turm erhielt seinen Namen vermutlich aufgrund der Farbe seines Daches. Anfang des 18. Jahrhunderts diente er als Unterkunft des Nachtwächters. Heute beherbergt der Rote Turm weitere Teile der Städtischen Sammlungen. 

Die Führung durch das Stadtschloss ist teilweise, der Zugang zum Roten Turm vollständig nicht barrierefrei.