Fossilien Stadt Lichtenfels
Fossilien

Sammlung der Fossilien des Jura

Die Stadt Lichtenfels hat die Sammlung „Fossilien des Jura“ im Jahr 1980 erworben. Diese Fossilien wurden über Jahrzehnte hinweg mit großer Sachkenntnis von Herrn Waldemar Backert gesammelt und präpariert.
Bei der Einrichtung der Sammlung im Jahr 1997 erhielt die Stadt Lich­ten­fels eine Förderung von der Oberfran­ken­stif­tung und dem Land­kreis Lich­tenfels.
Bis 2015 fand die Samm­lung ihren Platz im Dach­geschoss des historischen Rat­hauses. Im Zuge der Rat­haus­renovierung zog die Sammlung im Jahre 2015 in die Her­zog-Otto-Mit­tel­schule um. Ab 2020 ist die Samm­lung „Fossilien des Jura“ am neuen Standort im Oberen Torturm zu besichtigen.

Ammoniten, Nau­tiliden und Belemniten

Der Jura war in der Erdgeschichte die mittlere Formation des Mesozoikums (Erdmittelalter). Der Jura begann vor etwa 201,3 Millionen Jahren und endete vor etwa 145 Millionen Jahren. Im damals vorherrschenden warmen Kli­ma entwickelte sich vielfältiges Leben von Fauna und Flora an Land, im Wasser und in der Luft. So wird das Fau­nenspektrum im Jura vor allem von Ammoniten, Nau­tiliden und Belemniten beherrscht.

In den Gesteinen hat sich eine große An­zahl von ihnen in Form von Fossilien mit oft be­ein­dru­cken­dem De­tai­l­­lie­rungsgrad er­hal­­ten.
Die Sammlung „Fos­si­lien des Jura“ um­fasst Fossilien aus dem deut­­schen und aus­län­­dischen Jura.
Mit Schwer­punkt auf Fund­gebieten im wei­teren Einzugs­gebiet von Lichtenfels, ver­mit­telt sie einen re­prä­sentativen Quer­schnitt durch den Fos­silreichtum und die Fossil­gemein­schaft des Jura.

 

Skelett-Replik eines AllosaurusClaudia Dressel, Stadt Lichtenfels
Skelett-Replik eines etwa 2-jährigen Allosaurus im Oberen Torturm: v. l. n. r. Steffen Hofmann, Leiter des Amtes für Wirtschaft, Tourismus & Kultur, Johannes Hajer, Zweckverband FADZ, Johannes Zeck, Geschäftsleiter des Zweckverbandes FADZ.

Skelett-Replik eines jungen Allosaurus 

Seit 2026 ist im Turm eine detailgetreue Skelett-Replik eines jungen Allosaurus zu sehen. Das rund 2,70 Meter lange und 1,30 Meter hohe Modell wurde im 3D-Druckverfahren vom Zweckverband Forschungs- und Anwendungszentrum für Digitale Zukunftstechnologien (FADZ) gefertigt und ergänzt die bestehende Sammlung um einen eindrucksvollen Blickfang. Informationstafeln vermitteln die Erdgeschichte der Region anschaulicher und verständlich.  

Vor etwa 150 Millionen Jahren

Der Allosaurus lebte vor etwa 150 Millionen Jahren im Zeitalter des Oberjura. Der zweibeinige Raubsaurier mit kräftigen Greifhänden, gezackten Zähnen und langem Schwanz zählt zu den bekanntesten Jägern seiner Zeit. Fossilienfunde stammen vor allem aus Nordamerika, einzelne Nachweise auch aus Europa, insbesondere aus Portugal. In Deutschland wurden bislang keine direkten Allosaurus-Knochen entdeckt, jedoch Überreste anderer großer Raubsaurier aus dem Jura.  

„Little Al“

Ausgewachsene Tiere erreichten Längen von bis zu zwölf Metern. Die ausgestellte Skelett-Replik im Oberen Torturm ist deutlich kleiner: Sie misst etwa 2,70 Meter in der Länge und rund 1,30 Meter in der Höhe. Damit entspricht sie in etwa der Größe von „Little Al“, einem Allosaurus-Skelett das 2011 bei einer Ausgrabung im US-Bundesstaat Wyoming entdeckt wurde und seit 2022 im Dinosaurier Museum Altmühltal bestaunt werden kann. Nach Angaben des Museums handelt es sich um das jüngste jemals gefundene Exemplar; das Tier war vermutlich etwa zwei Jahre alt.  

 

 

Weitere Informationen zum Oberen Torturm finden Sie unter: www.lichtenfels.de/oberer-torturm

Öffnungszeiten Oberer Torturm:
Freitag und Sonntag:  14.00 bis 17.00 Uhr, sowie auf Anfrage
(Januar und Februar geschlossen)

Eintrittspreise:
Erwachsene 2,- €  |  Kinder 1,- €
Kinder unter 6 Jahre frei (Zutritt nur in Begleitung eines Erwachsenen)

 

Hausanschrift:   Oberer Torturm
Marktplatz 42
96215 Lichtenfels
Infos: Tourist-Information,
Bamberger Str. 3a, 96215 Lichtenfels  
Telefon:09571 795-101
E-Mail:tourismus@lichtenfels.de