Ausstellung
„Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“
in der ehemaligen Synagoge Lichtenfels
25. Oktober bis 15. November 2026
Christian ToppSie halfen Verfolgten, beschafften gefälschte Papiere, organisierten geheime Aktionen oder verbreiteten verbotene Schriften: Die Ausstellung „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ erzählt die Geschichten von achtzehn Frauen, die sich in der Zeit des Nationalsozialismus gegen Unrecht, Verfolgung und Unterdrückung gestellt haben. So unterschiedlich wie ihre Formen des Widerstands waren auch ihre soziale Herkunft und ihre politischen Überzeugungen. Vom 25. Oktober bis 15. November 2026 sind ihre Porträts in der ehemaligen Synagoge Lichtenfels zu sehen.
Die Schau lädt dazu ein, sich mit zentralen Werten wie Verantwortung, Zivilcourage und Mitmenschlichkeit auseinanderzusetzen. Sie zeigt, dass demokratische Grundhaltungen nicht selbstverständlich sind, sondern in jeder Generation immer neu gelebt und verteidigt werden müssen. Historische Dokumente, Fotografien, Zitate und Kurzbiografien verbinden sich mit digitalen Zusatzinhalten, die per QR-Code abrufbar sind. So entstehen für Menschen aller Altersgruppen und gerade auch für Schulklassen wertvolle Lern- und Gesprächsanlässe, die historische Fakten mit persönlichen Geschichten verknüpfen.
Nachdem die Ausstellung im vergangenen Jahr bereits in der Erlöserkirche Bamberg und der Synagoge Kronach gezeigt wurde, kommt sie nun nach Lichtenfels, begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm, das zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema einlädt.
Das Rahmenprogramm zur Ausstellung
- Sonntag, 25. Oktober, 15 Uhr – Vernissage: Offizielle Eröffnung durch den Ersten Bürgermeister Andreas Hügerich, mit einer Einführung ins Thema von Bildungsreferentin Doreen Hopf-Traut.
- Mittwoch, 28. Oktober, 18 Uhr – Themenführung: Widerstandskämpferin Orli Wald, geführt von Astrid Popp.
- Sonntag, 1. November, 16 Uhr – „CATO – Leben will ich, leben, leben!“: Konzertfilm über die Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek.
- Sonntag, 8. November, 16 Uhr – Ernestine Reuter (1870–1934): Vortrag über die oberfränkische Frauenrechtlerin und Pazifistin von Historiker Christian Porzelt (M.A.).
- Montag, 9. November, 18 Uhr – Ökumenisches Friedensgebet auf dem Marktplatz (findet bei jedem Wetter statt). Anschließend ab 19 Uhr Stolpersteinbegehung mit Christine Wittenbauer.
- Dienstag, 10. November, 18 Uhr – „Stauffenberg – Mein Großvater war kein Attentäter“: Lesung mit Sophie von Bechtolsheim im Meranier-Gymnasium Lichtenfels.
- Donnerstag, 12. November, 10:30 Uhr – Themenführung: Widerstandskämpferin Lisa Fittko, geführt von Astrid Popp.
- Sonntag, 15. November, 16 Uhr – Finissage: Abschlussveranstaltung.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist an folgenden Tagen jeweils von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet:
Sonntag, 25. Oktober
Donnerstag, 29. Oktober
Sonntag, 1. November
Donnerstag, 5. November
Sonntag, 8. November
Montag, 9. November
Für Gruppen und Schulklassen besteht die Möglichkeit, auch außerhalb der Öffnungszeiten individuelle Besuchstermine zu vereinbaren. Bitte wenden Sie sich für Terminvereinbarungen an Christine Wittenbauer, Tel.: 09571 / 795134.

